Ich ärgere mich immer noch meine Kamera gestern nicht dabei gehabt zu haben. Ein unglaubliches Bild. Zumindest für mich. Die Locals hier fanden es zwar nett, kennen diese Fluten jedoch zur Genüge.
Nach köstlichen Spaghetti Bollo im Highlands Coffee im Office-Gebäude (Wartezeit generieren, in der Hoffnung, das Wasser läuft irgendwo ab) habe ich mich auf mein Moto-Bye getraut. Und das war schon anders. Normalerweise dominieren die Moto-Byes die Straßen. Gestern im Business-District jedoch waren eindeutig die Autos in der Überzahl. Zum einen wird man in einem Auto weniger nass (weniger, da ein Auto auch nur bis zu einer gewissen Wassertiefe dicht ist), zum anderen funktionieren Moto-Byes nicht, wenn der Auspuff unterhalb der Wasseroberfläche arbeiten muss. Einige versuchten es durch extrem hochtouriges Fahren, und hatten mitunter auch Erfolg damit. Zusätzlich zu der ausdrücklich guten Verkehrsmoral der Vietnamesen kam gestern dann noch, dass die Ampeln ausgefallen waren. Herrlich, jeder Kreuzung im Business District war totales Chaos. Autos kreuz und quer, und jeder wollte schnellstmöglich weiterfahren. Kein guter Platz für Moto-Bye, schließlich ist man klein und unbedeutend. Und totales Slalomfahren bei strömenden Regen ist kein Spaß. Also rauf auf den Bürgersteig und – schließlich ist man schon etwas länger im Vietnamesischen Straßenverkehr unterwegs – Hupe auf Dauerfeuer. Die muss dann bald gewechselt werden – am Schluss klang sie leicht heiser. Vorsichtshalber nehme ich heute die Kamera mit, falls es erneut geschieht. Was ich nicht hoffe.
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