Es ging schon herrlich los. „Where is the knife?“ fragte man mich an der Handgepäckkontrolle. Knife? Ich? Bitte? Klar, gucken Sie doch rein! Natürlich stritt ich ab ein Messer mit mir zu führen. Zu blöd – ich hatte tatsächlich eins dabei. Und zwar ein recht fieses obendrein. Klein und handlich, verschwindet vollständig in der Handfläche und läßt sich bei Bedarf mit dem Daumen öffnen. Ich hatte es in meinem Kulturbeutel vergessen. Also kurzes Rumgeschluchze, dass es ein total wichtiges und bedeutendes Geschenk sei, und Vu, der Flughafenmitarbeiter, hat es eingesteckt und gibt es mir die Tage zurück. Hoffentlich.
In Bangkok angekommen fuhren wir Samstagnacht noch einige Zeit Richtung Süden. Am Samstag weiter, unserem Ziel, der Insel Ko Samet, entgegen.
In Thailand fehlt übrigens das Lenkrad. Das haben die auf der anderen Seite eingebaut. Auch fahren die darüber hinaus noch auf der falschen Seite. Sowas!
Am Pier angekommen…
wurden wir mit den warmen Worten „Wear lifewest, you will know why later“ wurden wir auf dem Boot willkommen geheißen. Es war tatsächlich ordentlich Seegang. Dieses Boot…
…machte tatsächlich auf und ab Bewegungen wie man es sonst nur von Speedbooten kennt. Spaßige Sache.
(Tjaaa, da lachen wir noch. Das war vor dem auf und ab!)
Leider war das Wetter eher schlecht, keine Gefahr für Sonnenbrand. Also gemütliches Insel-Chillen. Wir hatten uns extra ein Zimmerchen mit Meerblick besorgt. Dummerweise fanden die Mücken den Meerblick auch dufte, so dass wir ihnen den Vortritt ließen und uns dann doch eher in den Strandbuden aufhielten.
Abends regnete es nicht, welch Glück für uns, konnten wir dann ein bißchen Hahnenschwänze (Cocktails) am Strand schlürfen.
Naja, aber jeder Abend ist ja mal zu Ende…
..und nach dem Strandspaziergang ging es heim.
Eigentlich kann man auf Ko Samet auch wunderbar schnorcheln oder gar mit Flasche tauchen, aber das Wetter hatte die See so aufgewirbelt, dass man es erst gar nicht ausprobieren brauchte. Nach einem chilligen Vormittag mit Mücken auf der Terrasse nahmen wir schon wieder das Boot zurück zum Festland und konnten so das schöne Wetter noch einmal vollständig genießen. Hier sieht man sehr schön die im Hintergrund und noch schlechterem Wetter verschwindene Insel Ko Samet.
Aber nicht nur die Insel versank im schlechten Wetter, nein! Auch diese Regenfront raste förmlich auf unser Boot zu…
…und Madame schützte sich entsprechend.
Am Festland angekommen setzten wir uns wieder ins Auto mit dem Lenkrad auf der falschen Seite, Ziel Bangkok. Zwischenstopp: Pattaya.
Dort gibt es neben diversen ergrauten Herren aus dem Westen mit jungen Mädels (oder Ladyboys) an der Hand auch einen McDonalds. Wahnsinn, wird der Leser sagen. Da reist der Knabe von Hanoi nach Thailand und freut sich über McDonalds.
Aber: Aus gutem Grund! In Vietnam gibt es nämlich keinen McDonalds.
Und woran erkennt man, dass man im McDoof in Thailand ist?
Richtig, am Wai-machenden Ronald McDonald.
Zurück in Bangkok sind wir in ein Hotel um die Ecke vom Flughafen eingecheckt, da mein Flieger am Montag um 06:45h abflog, und es von Bangkok Downtown zum Flughafen etwa 45min (wenn kein Stau ist!) dauert. Unser Plan, zeitig abends noch in Bangkok zu sein, wurde aber wieder einmal von der Regenzeit und deren Nebeneffekten durchkreuzt.
Selbst mit 5 Mann haben wir den Wagen nicht rausschieben können. Hilfe nahte aber bald (nach ca. 1,5h), und den letzten Hahnenschwanz nahmen wir im 59 Stock über den Dächern der Stadt der Engel ein.
Und gerade ist in mein Zimmer ein neuer Mitbewohner einzogen. Und er ist mehr als willkommen. Möge er viele Mücken futtern und über seine bisherige Körpergröße von ca. 3cm hinauswachsen. Aber wenn er nachts quakt fliegt er raus.
Vorschläge, wie er heißen soll, können noch angenommen werden.


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