Glücklicherweise bieten alle Hotels an kurz vor einer Reise noch kurz in eine Dusche zu springen. Manchmal ist man nicht allein:

3 ½ Monate Thành Phố Hà Nội – Việt Nam
Glücklicherweise bieten alle Hotels an kurz vor einer Reise noch kurz in eine Dusche zu springen. Manchmal ist man nicht allein:

So, die letzten Minunten in Hue haben begonnen. In knapp 2h besteigen wir den Soft Sleeper Bus nach Hanoi, und nach knappen 12 durchgeschüttelten Stunden werden wir morgens in Hanoi ankommen.
Und dann ist der 30.04. Einer der wohl wichtigsten Tage in der Geschichte von Vietnam! An diesem Datum im Jahre 1975 haben die Nordvietnamesen über die Südvietnamesen gesiegt, der Vietnamkrieg wurde beendet, die letzten Amis wurden per Hubschrauber evakuiert und das Land wiedervereinigt. Zwar reicht mein Vietnamesisch derzeit nur aus um einen vietnamesischen Kaffee mit Milch zu bestellen (cafe sua), aber auf dem Banner hier kann man anhand der Daten schon erkennen worum es geht.
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Hue ist jedenfalls geschmückt.
Hue, südlich der DMZ (Demilitarisierten Zone) gelegen, läßt die Feierlichkeiten über sich ergehen. Soweit ich das mitbekommen habe… Deswegen gehts auch diese Nacht nach Hanoi, denn – so blöd es klingt – wenn man die Feierlichkeiten bzgl. eines Kriegsendes miterleben möchte, so sollte man dies wohl bei den Siegern tun.
Ich werde berichten…
Eigentlich war ja der Plan am Montag mit dem Bus zurück nach Hanoi zu fahren, und am Sonntag vormittag gemütlich mit Ling durch die Hoi An’er Altstadt zu latschen, die dann um 14h mit dem Übernachtbus nach Hanoi fahren und am Montag in den Flieger zurück nach Bangkok fliegen wollte.
Kam alles ganz anders.
Als erstes war mir am Sonntag morgen gar nicht mehr nach Hoi An, also buchte ich das gleiche Busticket nach Hanoi.
In Hue angekommen riefen die Jungs dann durch den Bus dass alle, die nach Hanoi wollen, drin bleiben sollten. Alle anderen sollten schnell raus. Dann haben wir uns angeguckt und ich meinte Hue ist auch ganz schön. Also sind wir direkt rausgesprungen, Madame hat ihren Flug sausen lassen und fliegt nun erst am Sonntag nach Bangkok. Spontane Lady, so gefällt das! Die offizielle Version ist übrigens, dass sie den Bus verpasst hat. Und jetzt halt 6 Tage später kommt. Strenge Mutter, also Klappe halten!
Jetzt sind wir also in Hue und morgen nachmittag nehmen wir den Übernnachtbus nach Hanoi, den 30.04. kriegen wir also definitiv in Hanoi mit (30.04.1075 – Ende vom Vietnamkrieg – Tag der Wiedervereingung), und den Rest kriegen wir auch noch rum. Der Boss ist am Freitag nicht im Büro – ich muss aber trotzdem auftauchen, etc etc.
Also hier erst mal die spärlichen Nachträge von Hoi An.


Sieht hier ganz niedlich aus. Umherlaufen ist jedoch ein wahrer Alptraum:
“Wanna buy Water?”
“No, thank you!”
“Later you come and buy water!!!”
Und wenn man dann tatsächlich doch zufällig noch mal an dem gleichen Typen vorbeiläuft heißt es gleich “Now is later, now you buy water!”. Die Anmachen waren nicht eher Offerten als vielmehr Befehle. Nervte sehr. Ansonsten ist die Stadt aber wirklich sehr niedlich.
Nunja, in Hue angekommen sind wir durch die Nacht gelatscht.


Heute morgen sind wir todesmutig auf dieses Boot und waren den ganzen Tag auf dem Parfümfluss unterwegs und haben uns unterwegs die ein oder andere Sehenswürdigkeit angesehen.









Ich hab heute so einiges merkwürdiges gegessen. Bislang scheint aber noch keine verdauungstechnische Achterbahn zu herrschen. Madame hat da immer ganz fordert Dinge in mich reingestopft. Ganz lustig so das ganze. Vor 1h gabs Mango in Salz-Chilli-Puder. Nur mal so als Beispiel…
Nachher werden wir wohl Pool spielen gehen. Und uns vielleicht besaufen. Ich hab noch jede Menge Panoramas in der Warteschleife – darum kümmere ich mich dann wenn ich mal wirklich Zeit habe.
@Vatta: Schlafen? Nachts, ein bißchen, bei so 30°C und 100% Luftfeuchtigkeit oder so in der Richtung. Klimaanlage lasse ich seit ein paar Tagen weg – denn die erste Erkältung hab ich schon! Und Sonnenbrand. Diese Mischung aus leichtem Fieber mit leichtem Sonnenbrand in schwüler Hitze macht echt Spaß!
Lächle, es könnte schlimmer kommen!
Also viele Grüße, diesmal wieder aus Hue!
@Alle: Danke für alle Kommentare! Freue mich sehr über Feedback!
Ok, Ihr süchtigen Blogleser. Kurz angeheizt durch die letzte Überschrift dreht Ihr ja schon alle durch. Insbesondere der Vater. Gleich 3x kommentierte er. (@Vatta, jetzt bist Du mit Deiner Email freigeschaltet, d.h. Kommentare erscheinen künftig sofort, also ruhig Blut!)
Rechts auf der Karte ist klein die Provinz Đà Nẵng eingezeichnet, wo ich mich noch bis Montag befinden werde.
Gestern habe ich also diese Thai kennengelernt. Genetisch gesehen ist sie allerdings Chinesin. Beide Großelternteile kamen ursprünglich aus China. Und so eine Person lernt man dann in Vietnam kennen. Sachen gibt’s!
Zunächst aber mal ein Foto von Hoi An, was ich mir morgen vormittag noch mal in Ruhe ansehen werde.

Heute morgen habe ich also Ling abgeholt. Der Plan war zunächst mit dem Möffcken zu den Marmorbergen zu fahren und anschließend zu dem Berg Ba Na. Denn da gibt es Wasserfälle. Und duschen unter Wasserfällen hat schon was (War meine Idee!
). Dazu aber später mehr.
Das Kartenmaterial, was man hier bekommt, ist äußert dürftig. Klaro, schließlich sollen die Touris nicht selbstständig auf Tour gehen, sondern Guides mieten. Egal, dachten wir uns, setzten uns aufs Möffcken und fuhren erstmal in Richtung Đà Nẵng. Auf dem Weg dorthin wurden wir während der Fahrt von einer Dame auf einem Moped angesprochen, wo wir hinwollten, etc. Und diese Dame hatte – wie es der Zufall will – doch tatsächlich einen Laden genau am Fuße der Marmorberge. So folgten wir ihr. Sie paßte dann auch brav auf unser Möffcken und die Helme auf während wir bei einer Affenhitze, obgleich es ziemlich bedeckt war, die Marmorberge erklommen.
Auf den Marmorbergen befinden sich verschiedene Pagoden und Höhlen. Sehr hübsch insgesammt.


Natürlich wurden wir auch von einer “Tempelwächterin” angequatscht Räucherkerzen zu kaufen um so Buddha zu huldigen und zu beten. Als aufrichtiger Katholik kann ich mir sowas aber nur ansehen – jedoch ist dort Beten irgendwie fehl am Platze. Zumindest meiner Meinung nach. Ling verstand dies auch, selbst wollte sie aber kurz ein paar Räucherkerzen anzünden und beten. Normalerweise werden pro Buddha-Statue 3 Räucherkerzen angezündet – so wie ich es verstanden hatte. Allerdings hatte sie, bevor sie die Kerzen von der alten Dame kaufte, nicht genau hingesehen. In der Gegend waren insgesamt an die 7 oder 8 Buddha-Statuen – Ling war also erst mal gut beschäftigt. So hatte sie sich das aber selbst auch nicht vorgestellt. Aber was man anfängt muss man auch zu Ende bringen.

Zunächst ein paar weitere Eindrücke von und um den Marmorberg:






Abgesehen davon, dass es sehr heiß und schwül war, galt es diverse Stufen zu erklimmen, mitunter durch den Wald zu krakseln, es war also wieder Tropf-Time! Alter Verwalter lief die Suppe. Aber nicht nur mir! Selbst Madame kam ins ölen. Sehr beruhigend eigentlich…


Auf dem Bild kann man sehen, auf welcher Höhe wir uns – dank der etlichen Stufen – ungefähr befanden. Dieser Berg ist ungefähr gleich hoch. Herrlich, bei dem Wetter!!!

Nach dem Abstieg erwartete uns die Helmwächterin – natürlich. Erstmal was futtern gehen. Die Helmwächterin immer dabei (schließlich stand ja noch Business machen aus).


(So ein Löwe ist schon cool, würde aber beim CheckIn am FLG wohl Probleme bereiten…)
Es ist übrigens guter vietnamesischer Brauch direkt heraus Dinge zu fragen, die in europäischen Landen vielleicht nicht von total Fremden gefragt werden bzw. denen gegenüber beantwortet werden würden.
Also fragte die Lady, wie lange wir schon zusammen wären. Ling antwortete gleich “since yesterday”. Da staunte die Dame nicht schlecht. Und ich auch! Das war irgendwie total an mir vorbei gegangen… Aber gut, dachte ich, lass ich mich auf dieses Spielchen ein. So ging dass dann weiter. Wieviele Geschwister wir hätten, was wir so machen würden. Guter vietnamesischer Smalltalk, detailorientiert.
Als Ling dann mal für kleine Thailänderinnen war fragte mich die Lady was wir weiterhin geplant hätten. Ich sagte ihr die Wahrheit, Ling würde morgen nach nach Hanoi fahren und nach Bangkok zurückfliegen und ich einen Tag später fix in Hanoi sein. “Ja aber wie seht Ihr Euch denn dann?”, “Ach, das sehen wir dann…”. Das war der alten Lady schon recht suspekt – aber wir hatten Spaß.
Nachdem Ling dann tatsächlich Marmor-Tinnef gekauft hatte bekamen wir auch unsere Helme wieder. In diesem Marmorladen gab es doch tatsächlich eine Liege. Ähnlich wie in Schuhgeschäften Sessel für die Herren stehen. Das kann ja alles so aufregend sein… Gähn…
Der nächste Halt sollte dann also der Berg Ba Na sein. Wieder ohne Karte. Natürlich. Aber durchfragen geht ja.
Denkste!
War aus zwei Gründen schwierig.
1. Englisch wird “auf dem Land” eher nicht gesprochen.
2. Hab ne Asiatin hinten drauf und sie denken wir verstünden vietnamesisch.
Echt amüsant. Wir fragten immer nur wie Bekloppte “Ba Na? Ba Na?”, und zapp wurden wir mit vietnamesisch bombadiert. Selbst als Ling dann auf Englisch nachfragte plapperten sie munter weiter und weiter. Ling motzte mich irgendwann an dass es ja nicht angehen könnte mich 3,5 Monate in Vietnam aufhalten zu wollen und kein Wort vietnamesisch zu sprechen. Daraufhin hab ich sie gleich nochmal zum Ende meines Aufenthaltes eingeladen mich besuchen zu kommen (hoffentlich kann ich dann ein bißchen vietnamesisch…)
An dieser Stelle muss man noch ein Wort zur vietnamesischen Infrastruktur loswerden. Die Straßen abseits der Hauptstraßen sind nicht im optimalen Zustand. Und Ba Na liegt nun mal ganz schön in der Pampas. Da braucht man für 30km schon mal 1:15h oder mehr.
In dem Lonely Planet stand auch drin dass einige Mopeds Ba Na aufgrund der Steigung nicht packen würden. “Kein Problem”, sagte ich zu Ling, “zur Not steigst Du ab, ich fahr das Moped eben hoch und Du gehst zu Fuß.”
Fand sie jetzt nicht den Megabrüller. Naja, ich war auch schon mal witziger.
Glücklicherweise gab es auf dieser 2stündigen Odysse durch die Pampas auch noch eine kleine Tankstelle. Sonst wäre es wirklich eng geworden. Dort Tank alle und aus die Maus! Ende im Gelände.

Glücklicherweise gab es aber eine Tankstelle. Bis wir der Dame dort verklickert hatten sicherheitshalber voll tanken zu wollen… verging auch wieder eine Weile. Da natürlich auch wieder vietnamesisch gesprochen wurde.

Nach etwa 30 weiteren für den Arsch höllischen Minuten (Mopeds sind einigermaßen ungemütlich…) kamen wir endlich an der Station an. Was nicht im Reiseführer stand, ist, dass man mit dem Mofa gar nicht erst durchgelassen wird. Man muss warten, bis man mindestens 11 Leute zusammen hat, die auch hoch wollen. Und – in unserem Fall – am gleichen Tag auch wieder runter wollen. Und solch ein Glück um 16h zu haben… eher unwahrscheinlich. Was tun? Erstmal vietnamesischen Kaffee trinken (was ungefähr mit einer Tasse Teer vergleichbar ist).

Wenn man dazu aber dann auch noch Milch haben will wird es schwer.

Aber selbst das klappte. Nach 20 min vergeblichen Wartens traten wir – ohne im Wasserfall geduscht zu haben – die Heimreise an. Und das war wieder, wie vorher, durchfragen durchfragen durchfragen. Und natürlich antworten auf vietnamesisch erhalten.

Heute abend trafen wir uns noch kurz mit Jamie, der morgen nach Ho Chi Minh City weiterfährt (15h mit dem Zug). Morgen vormittag latsche ich mit Madame noch mal die Altstadt ab (was weder sie noch ich bislang geschafft haben), um 14h haut sie ab mit dem Bus nach Hanoi und dann weiter nach Bangkok, und ich hau mich dann endlich mal mit dem Buch “The Sorrow Of War” irgendwo hin. Am Montag heißt es Adieu Zentralvietnam und Good Morning Hanoi! Von der Altstadttour morgen gibts dann vielleicht noch mal Fotos, die nächsten wahrscheinlich erst wieder ab Dienstag oder Mittwoch – aus Hanoi.
Tja, wer hätte das gedacht. Heute habe ich Ling kennen gelernt. Wobei bei Ling die Betonung am Ende sein muss – sonst heißt es Affe. Eine Thailänderin. Und morgen fahren wir zusammen die Gegend ab. Fotos folgen…
Gute Nacht!
Hội An (zu dt. Friedvoller Versammlungsort) ist eine Küstenstadt am Südchinesischen Meer in Mittelvietnam (Annam). Sie liegt in der Provinz Quảng Nam und hat ca. 25.000 Einwohner. Der einstige Cham-Hafen an der (inzwischen teilweise versandeten) Mündung des Thu Bon war schon im 16. und 17. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum, wo sich Chinesen aus verschiedenen Gegenden und später auch Japaner, Holländer und Inder niederließen. Ursprünglich hieß die Stadt lange Zeit Lâm Ấp, später Hoài Phố und danach unter den Franzosen aufgrund eines Missverständnisses Faifo. Ursprünglich war Hội An eine zweigeteilte Stadt, da jenseits der japanischen Brücke (Chùa Cầu) Japaner wohnten.
Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, da sie als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem Zeitraum vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gilt, deren Gebäude eine Verschmelzung einheimischer und fremder Einflüsse zeigen.
(wikipedia)
Soeben bin ich nach einer vierstündigen Bustour von Hue aus in Hoi An angekommen. Das Zimmer ist ne Wucht:

So, nun aber zum gestrigen Tag ein wenig mehr…
Bevor ich mich in Richtung Zitadelle und verbotene Stadt begeben habe ging ich einfach ein wenig den Fluß entlang. Im Reiseführer stand, dass das College mit der Ho Chi Minh Statue auf dem Vorplatz einen Blick wert sei.

Besonders cool fand ich auch folgendes Gebäude, hat es doch in einem Land, in denen Medien mitunter zenziert freigegeben werden, richtig viel zu tun.
Die Tour führte also zunächst den Fluß entlang. Zwischen Fluß und Straße befindet sich ein Grünstreifen mit einem Springbrunnen. Eigentlich wollte ich diese Szene unerkannt fotografieren, klappte aber nicht. Sie entdeckten mich und zack war das breite Lächeln aufgesetzt, und im Gegenzug mußte/durfte ich mich dann auch noch abfotografieren lassen. Ich bin jetzt ein Celebrity!
Hier ein paar weitere Eindrücke vom Straßenbild in Hue am Fluß entlang.



Dann machte ich rüber auf die andere Seite zur Zitadelle und der verbotenen Stadt.


Habe ich schon erwähnt wie sehr ich japanische Touris mag? Nein? Hier:

(Man beachte das Magazin an DigiCams rechts neben dem Knaben…)
Gegenüber der Zitadelle ist der Eingang zur verbotenen Stadt:





In der verbotenen Stadt, die leider zu großen Teilen nicht mehr steht, aber wieder aufgebaut wird, hab ich Marcel aus dem Hotel getroffen. Beladen mit 20kg Kamerazubehör, Spiegelreflex etc tourt er insgesamt 4 Wochen durch Vietnam. Nach der verbotenen Stadt gingen wir zu der “Ausstellung” von Militärmaterial…



Und hier trafen wir dann (Namen vergessen) mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Englischlehrer, der ganz heiß darauf war Englisch mit uns zu sprechen, und uns zunächst in ein vietnamesisches Restaurant zu bringen. Oha. Welch ein Wunder. Sowas gibts tatsächlich in Vietnam. Allerdings war dies angeblich ein Restaurant in das Touris sich nicht verlaufen. Und soweit wir gelaufen sind, so verwinkelt, etc, glaube ich das sogar auch.


Danach lud er uns in sein Haus ein. Er fuhr mit seiner Familie auf einem Moped (klar!) vor, wir folgten, und traten so einigermaßen tief in vietnamesische Lebensverhältnisse ein. Eigentlich ganz interessant, sowas steht in keinem Reiseführer…



Und in seinem Haus angekommen gabs schon wieder was zu essen. Die können ja futtern, die Jungs und Mädels. Wir waren aber pappsatt. Aber Bier ging noch ne Weile… So saßen wir dann 2h oder so alle auf dem Boden rum und palaverten. Sehr nett.




Das soweit als Nachtrag zu gestern.
Zu heute kann ich noch nicht viel sagen. Um 17h treffe ich Jamie, einen US-Anwalt in seinem Year Off, den ich im Zug nach Hue kennengelernt habe, an der japanischen Brücke hier in Hoi An und dann mal schauen. Bis dahin schlaf ich mal ne Runde!
See ya!
…habe ich gerade noch, dann geht es wieder los. 19h werden wir abgeholt. Habe einen Schweizer kennengelernt, und gleich gehen wir mit Y irgendwo was futtern und was trinken.
Dieser Beitrag wird heut nacht noch editiert – durch Zufall sind wir bei einer vietnamesischen Familie zu Hause gelandet, und es war herrlich. 4-5 Generationen (so genau hab ich das nicht verstanden) unter einem Dach.
Mehr in Kürze!
[Nachtrag]
Fotos gibts die Tage, nun doch nicht mehr. Hier ist tierisch schlechtes Wetter und morgen um 8h geht der Bus nach Hoi An. Dort treffe ich Jamie (Anwalt aus NYC, derzeit Year Off, kennengelernt am HBF Hanoi) wieder. Isch muss namm Bett!
Aber ein Foto vorab von der vn Family, bei der wir dann irgendwie landeten, gibt es schon mal. Der Knabe rechts mit den Zähnen: “You fell happy? Cheers!” Alter Falter haben wir heute zugelangt!

Um 8:30h startete ich mit Minh auf dem Moped. Minh arbeitet in einer Bar, in der es u.a. auch Kartoffelpuffer gibt. Allein deswegen bin ich dort gestern rein. Minh ist ein äußerst angenehmer Zeitgenosse. Mit 19 Jahren trat er – während des Vietnamkrieges – der südvietnamesischen Armee bei und war für das Betanken der Hubschrauber der südvietnamesischen Armee zuständig. Da die Südvietnamesen “mit” den Amerikanern gegen den Viet Cong (shortform of Vietnamese Communist; bzw. Charly) gekämpft haben, spricht er hervorragend Englisch.
Die Tour führte zunächst durch die Vororte von Hue, wo man sehr schön das Landleben Vietnams sehen kann.


Sodann folge die Thanh Toan Brücke. Und weil ich jetzt schreibfaul bin mach ich jetzt mal copy/paste:
The tile-roofed Thanh Toan is an arched wooden bridge, 17m long and 4m wide. The bridge is roofed with tubes. Thanh Thuy Village was established in the 16th century. The village is about 8 km east of Hue City. Among the emigrants from Thanh Hoa following Lord Nguyen Hoang, there were 12 family heads who settled down there – forming the 12 initial families of the village. One niece of the sixth generation of the Tran family – Mrs Tran Thi Dao – offered the funds to the village to build a wooden bridge so that the villagers on both sides of the canal could transport conveniently and benighted travellers could rest on their way. Mrs Tran Thi Dao was a childless wife of a high-rank mandarin in the Le Hien Tong reign. She wanted to use her money for charity. In Canh Hung 37th year, Emperor Le Hien Tong granted the village a document to praise Mrs Tran Thi Dao and exempted the villagers from many taxes for them to remember her and to live after her example. In 1925, Emperor Khai Dinh also granted a document to bestow her “Duc Bao, Trung Hung Linh Pho” and to order the villagers to set up an altar on the bridge to worship her.
The tile-roofed Thanh Toan Bridge is not only an ancient architectural remain with highly historic and cultural values but also a tourist attraction. The bridge was built over 2 centuries ago and damaged many times by storms, floods and wars. However, after the bridge was destroyed, the villagers always contributed to repair, renovate and preserve it. The Thanh Toan bridge with its tile-roof has entered into the moods and aspirations of many generations as well as inspired the poetic souls of the local people and travellers, their contents are still handed down among the people or engraved right on the bridge.
In September 1991, the bridge was greatly renovated according to the old design and officially accepted by the Cultural Ministry as a national remains, a rare and appreciated beauty-spot of the whole country.


Nach einem kurzen Halt an einem örtlichen Markt machten wir uns auf zum Kloster “Tu Hieu“, wo mir Minh dann so einiges über Buddhismus und Meditation erklärte.


(Ja was hat der Buddha denn da auf seiner Brust???)
Hier, für die Interessierten (für große Version klicken):
Nach dem ein einigen ruhigen Minuten der Meditation in der Sitz-Meditations-Halle des Klosters, das neu erlernte ausprobierend…

…war der nächste Stop Vong Canh Hill, bzw. Bunker Hill.
Hinter dem Berg im Hintergrund beginnt schon Laos.
Laos? Laos!


Die geographischen Defizite beseitigt, kann es weiter gehen.
Also Bunker Hill. Dieser Hügel war seinerzeit von der südvietnamesischen Armee bzw. den Amerikanern besetzt, da er strategisch recht wichtig war, konnte man von hier alles überblicken. So errichteten sie also diese Bunker. Lediglich an die 40 Soldaten waren dort stationiert – aber wahnsinnig im Vorteil. Jedes Mal, wenn die Nordvietnamesen angriffen, verkrochen sich die US-Soldaten in den Bunkern und schossen mit Maschinengewehren aus den Bunkern heraus. Chance für die Angreifer: Keine. Hier ein weiteres Panorama.

Der nächste Halt war die Grabesstätte von Tu Duc (1829-1883). Tu Duc war der letzte Herrscher über Vietnam. Soweit ich das verstanden habe aus zwei Gründen. Zum einen weil er trotz seiner 101 Frauen (Respekt!!!), von denen allerdings nur eine die Königin war, keine Nachfahren gezeugt hat. Zum anderen weil nach ihm Vietnam französische Kolonie wurde.
Jedenfalls hat er sich ein recht beachtliches Denkmal gesetzt. Kennt man ja von Königen und Kaisern. Ein Riesenpalast, auf einem Riesengelände, und darauf auch gleich seine Riesengrabesstätte. Und natürlich haben so an die 10.000 Leute an den Bauwerken mitgearbeitet.

Dieser Bereich war wohl unsicher. Wenn das mal keine Einladung ist!
No Brain – No Pain!
Hat sich aber mehr als gelohnt! KLICK!!!







Nunja, das war dies. Ich ging dann ordentlich durchgeschwitzt zurück zu Minh, der gerade inmitten der vietnamesischen Siesta war…

Ah, genau. Und jetzt auch mal ein paar Worte zu den Frauen hier. Soweit ich bisher in Erfahrung bringen konnte lassen sich die Mädels hier in 3 Kategorien unterteilen.
1. aus Hanoi: Am beliebtesten.
2. aus Hue: Die besten Ehefrauen.
3. aus Saigon: Dunkelhäutiger.
Dunkelhäutiger? Ja! Die Mädels aus Saigon (Anm.d.R.: Der Autor befindet sich derzeit in Hue, was ehemals zu Südvietnam gehörte. Saigon wurde zum Ende des Vietnamkrieges in Ho Chi Minh City umbenannt worden. “Hier”, also in “Südvietnam” hört man lieber Saigon als HCMC.) Die Mädels aus Hue passen nämlich tierisch auf. Nicht von ungefähr kommt nämlich diese Vermummung die die Mädels hier tragen – sie wollen einfach nicht braun werden und eine so helle Haut wie möglich behalten. Also trägt man extra lange Handschuhe und Gesichtsschutz. Hat im Grunde genommen den gleichen Effekt wie eine Burka – sieht aber trotzdem cooler aus.
Und sowas muss man natürlich auch mal abgelichtet haben:

Hier waren wir schon auf dem Weg in die Thien-Mu Pagode (Pagode ist ein buddhistischer Tempel). Dort waren einige recht junge Mönchs-Anwärter. Zwischen 9-10 Jahre alt…


Diese Pagode ist jedoch aus einem anderen Grund interessant. Hier wird nämlich das Auto von Thích Quảng Đức aufbewahrt. Das ist der Mönch, der durch folgendes Bild Weltgeschichte schrieb:

Thích Quảng Đức schrieb, bevor er sich mit seinem Auto nach Saigon auf den Weg machte und sich dort aus Protest selbst verbrannte, einen Brief an den damaligen Präsidenten von Südvietnam, Ngô Đình Diệm, indem er diesen darum bat, die massenhafte Tötung der Mönche zu stoppen. Als der Brief nicht wirkte wie erhofft, fuhr er nach Saigon, übergoss sich mit Benzin und entzündete sich selbst. Während er verbrannte soll er die ganze Zeit gelächelt haben.
Während er brannte, bewegte er keinen einzigen Muskel, gab keinen Laut von sich und bildete damit durch seine sichtliche Gefasstheit einen scharfen Gegensatz zu den klagenden Leuten um ihn herum. (David Halberstam – Urheber des Fotos)
Als man seinen Leichnam schließlich vollends verbrennen verbrannte fiel auf, dass sein Herz nicht verbrannte. Es wollte einfach nicht brennen. Als die übrigen Mönche dies bemerkten stellten sie fest, dass Thích Quảng Đức sein Buddha-Schüler-Dasein verlassen hatte und selbst ein Buddha, ein Erleuchteter, geworden ist. Noch heute wird sein Herz in einer Pagode in Saigon aufbewahrt.
Nun aber zu seinem Auto, schließlich habe ich “nur” dieses gesehen.




(Links beim Verfassen des Briefes, rechts das in Saigon aufgebahrte Herz)
Das wars für heute! Gute Nacht!
Ich sitze unter einer Klimaanlage. Gott sei Dank!
Nachdem ich gestern mit meinen neuen Mitbewohnern vegetarisch essen war ( ? ) nahm ich mir ein Taxi zum Bahnhof. Welch eine Katastrophe. Ich sag noch 3x Train Station bzw. Railway Station, aber nix da. Der Knabe hatte keinen Plan wo ich hin wollte – fuhr aber natürlich schon mal los. Schließlich muss das Taxameter laufen! Nachdem der Versuch, die Taxizentrale als Simultanübersetzerin einzuspannen schief ging rief ich Y in Hue an. Y ist die Freundin von Dom, und Dom hat vor einiger Zeit mal in meinen ersten Blog geschrieben… Daher Kontakt. Jedenfalls wußte Y glücklicherweise was Train bzw. Railwaystation auf vn. heißt…
Wie gefordert traf ich dann um 22h am Bahnhof in Hanoi ein, da der CheckIn etwa eine Stunde dauert (!!! für einen Zug !!!). Da gab es das zweite Problemchen. Das, was mir das Hotel als "Ticket" überreicht hatte, war nur eine Rechnung. Da stand zwar Ticket drauf – aber rein kam ich damit nicht. Die Jungs vom Hotel kamen aber innerhalb von 4min mit dem Möffcken zum Bahnhof und überreichten mir dann das Ticket. Gebucht hatte ich 1. Klasse 4er Schlafabteil (mehr "Luxus" geht nicht). "Meine" Kabine war schon zu 3/4 voll, es lächelten mich 3 asiatische Augenpaare an. Wie sich herausstellte, ein malaiisches Pärchen und eine Vietnamesin – Vanessa – die in Deutschland aufgewachsen ist. Ne wat is die Welt doch klein!
Selbstverständlich haben wir die Bar unsicher gemacht, die aber erst 15min nach Abfahrt öffnete. Da ich jetzt einen direkten Vergleich habe kann ich sagen, dass es in der vietnamesischen Zug-Bar wesentlich gesitteter zugeht als in der thailändischen. Auf dem Weg von Chiang Mai nach Bangkok vor einem Jahr war Ballermannstimmung, hier nicht. Dafür aber auch sehr nett. Ungekühltes Bier wurde mit Eis serviert (Eis! Das ist immer heikel – man weiß nie woher das Wasser kommt!), ging aber gut. Vanessa wollte mir auch halb ausgebrühtete Hühnereier andrehen – wohl eine vietnamesische Spezialität. Die sind hart gekocht, der Dotter aber schon zur Hälfte von dem werdenden Küken aufgebraucht. Sah "interessant" aus – aber ich hatte wirklich sehr gut gegessen und hatte wirklich gerade in diesem Moment überhaupt keinen Hunger.
Nach einer ziemlich schaukligen Nacht (eingeschlafen bin ich auf dem auf Vietnamesen zugeschnittenen Zugbett stark verkrümmt so gegen 4:30h) fuhr der Zug nach Sonnenaufgang in gemütlichem Tempo durch Zentralvietnam auf Hue zu.
Die Strecke führte vorbei an Reisfeldern, kleinen Dörfern, Soldatenfriedhöfen sowie "normalen" Friedhöfen und durch die teilweise vom Krieg zerstörte Natur.
In Hue angekommen konnte ich ganz cheffig an den ganzen "Hello Sir, Taxi?"-Typen vorbeigehen, da Y, der ich von Dom ein paar Dinge mitgebracht hatte, bereits auf mich wartete und mich in einem netten Hotel untergebrachte.
Es ist vollbracht. Die Wohnung ist organisiert, in der Kanzlei habe ich mich kurz vorgestellt (der Boss fliegt bald in die USA und bringt mir das neue 3G iPhone mit), der Zug nach Hue ist gebucht, und ich kann auch mit diesem Eintrag der Forderung von Stella nachkommen, mehr “asiatisch” aussehende Fotos zu machen. Daher letzteres zuerst:
Auf meine Email von heute morgen, ob ich kurz Hallo sagen kommen soll, schrieb der Boss:
martin
no problem, pl come at 11 today!
if you like you can start to work immediately::))
Das hab ich aber dankend abgelehnt. Das Office befindet sich in einem recht großen Gebäude, eigentlich ganz nett. Am Empfang begrüßte mich Trang, was – um das Rätsel aufzulösen – ein weiblicher Name ist. Im Übrigen flitzten dort nur Mädels rum. Also ein nettes Arbeitsklima!
Klima, kommen wir dazu. Sogleich verfrachtete man mich in den Konfi (Konferenzraum für die nicht so jung Gebliebenen), wo ich begann zu zweifeln. Sollte der Chef wirklich an der Klimaanlage sparen? Oder ist es noch nicht die Saison die einzuschalten? Kann ja sein, schließlich ist Hanoi hitzemäßig noch lange nicht am jährlichen Höhepunkt angelangt. Für mich ist es aber schon ganz ordentlich. Leise schwitzend wartete ich also auf Chefe, der – als er kam – direkt auf vietnamesisch mopperte warum die Mädels die Klimaanlage nicht eingeschaltet hätten. Aaaah! Gott sei Dank!
Ich denke, ich werde zum Thema Klimaanlage noch häufiger was schreiben.
Dann haben wir uns ein knappes Stündchen über dies und das unterhalten. Anzüge & Hemden werde ich mir doch in Hanoi machen lassen – er wird mich mit seiner Frau los schicken – für Stoff & Modeberatung. Anzüge gibt es ab 50 US$ maßgeschneidert.
Aber nimm lieber einen richtig edlen Stoff. Dann sind es 100 US$.
Fragen?
Ach ja, falls man in DE immer noch rätselt ob, wann und wie das neue iPhone von apple tatsächlich rauskommt, und ob es sich doch nur um ein Gerücht handelt, einfach mal in Hanoi umhören. Das 3G iPhone (UMTS) startet in den kommenden Wochen in den USA, in Vietnam Mitte/Ende Juni, und die “cracked version” wird aller Voraussicht nach, je nach dem wie die Programmierer hinterher kommen, 1-3 Wochen später verfügbar sein. Kostenpunkt: 399 US$ in den USA. Natürlich haben wir nicht nur über Anzüge und iPhones geredet, aber der Rest gehört nicht hierhin.
Nun sitzt ich wieder in diesem genialen Hotelzimmer – ohne Fenster – und habe den Ausbruch perfekt geplant. Heute nachmittag bringe ich den Großteil meiner Klamotten in die neue Bude mit Blick wahlweise auf den roten Fluß oder auf Hanoi. Kann ich mir noch aussuchen, da Anfang und Mitte Mai diverse Zimmer frei werden. Am 29.04. ziehe ich dort ein.
@Stella, asiatisch genug?
Das Haus liegt im östlichen Zentrum von Hanoi, irgendwo in dem eingezeichneten Bereich. Links ist das Office eingezeichnet.
Es dürften mit dem Möffcken um die 2-3 Minuten sein.

Um 23h startet der Zug nach Hue. Und kommt morgen um 10h dort an. 4-Personen-Schlafwagen, klimatisiert (da war es wieder!). Dort gibt es dann Kultur satt.
Von dort aus geht es weiter nach Hội An. Mit vielleicht einen Abstecher auf die Cham Insel, welche direkt vor der Küste liegt.

Obgleich viele Bereiche der Insel militärisches Sperrgebiet sein sollen, so soll die Insel einer der wenigen Stellen in Vietnam sein, wo man noch vollkommen unberührte, insbesondere nicht Agent-Orange-geschädigte Natur sehen kann. Soweit ich weiß ist ein Strand für Touris offen. Also mal sehen…
Am 29.04. geht es “heim” nach Hanoi, denn am 30.04. ist der “Tag der Befreiung des Südens”. Am 30.04.1975 wurde der Vietnamkrieg durch die Einnahme Saigons bzw. die bedingungslose Kapitulation von Saigon beendet.
Und der 01.05. ist – wie auch in Deutschland – Tag der Arbeit. Also frei!
Ich bin dann mal weg!
Auf meiner gestrigen Wohnungssuche lernte ich Vinh kennen, einen vietnamesischen Ingeniuerstudenten. Sehr netter Kerl, der einfach sein Englisch aufpolieren wollte.
Ob er dafür bei mir an der richtigen Stelle ist – I know that not. But he is heavy on wire!
Jedenfalls hat er mich bereits gestern kreuz und quer durch Hanoi gefahren (siehe Video im vorherigen Beitrag), und heute half er mir bei der Besichtigung von 2 Unterkunftsmöglichkeiten, und ein bißchen Stadtrundfahrt war auch dabei. Was kann einem Besseres passieren als von einem Local die Stadt gezeigt zu bekommen. Nicht dass ich mich jetzt auskennen würde, aber einen groben Überblick habe ich schon mal über das beschauliche Hanoi.
Bevor wir uns heute wieder trafen war ich zu Fuß unterwegs und lief unter anderem an der katholischen Saint-Joseph Kathedrale vorbei.

(nisch janz dä Köllner Dom, abba man kann nisch alles han!)
Dann traf ich mich wieder mit Vinh und es ging weiter zu dem bekannten B52-Bomber Wrack.
During Operation LINEBACKER II, 15 B-52D’s and B-52G’s were shot down by North Vietnames SA-2 Surface to Air Missiles(SAMs). Pictured here is the rear wheel assembly of a B-52D shot down on December 26, 1972. The wreckage fell into Huu Tiep Pond, Ngoc Ha village, in the Ba Dinh district of Hanoi near the Botanical Gardens of downtown Hanoi, Vietnam. Today the wreckage still lies where it fell.
Ein sehr schönes Panorama von der Wohngegend rund um den See mit dem Wrack gibt es hier.
Dann ging es weiter zu dem See, in dem der US-Präsidentschaftskandidat John McCain am 26.10.1967 notwasserte, nachdem sein Flugzeug getroffen war. Heute steht an diesem See folgendes “Mahnmal”:

Und für diejenigen Leser mit Vietnamesisch-Kenntnissen hier in groß:

Und da wir gerade schon beim Vietnam-Krieg sind, hier eine sehr empfehlenswerte Doku von arte, die den Krieg aus vietnamesischer Sicht beleuchtet:
Apocalypse Vietnam – Der Krieg in Indochina 1968 – 1975
Zum Mittagessen ging es in ein Restaurant, in dem ich der einzige Ausländer war. Die hatten offensichtlich Spaß an mir. Es gab ein Gericht mit vietnamesischem Hühnchen, sehr lecker. Dazu Bier aus einem Schlauch aus einem großen Faß – Bia Hoi. Genau richtig an einem Sonntag Nachmittag.
Hund hätte ich auch haben können, aber soweit bin ich dann doch noch nicht. Zumindest weiß ich jetzt, dass es ca. 6km außerhalb von Hanoi ein Dorf gibt, wo man lecker Schlangen futtern kann. Ich glaube bevor ich Hund esse kommt erst einmal Schlange auf den Tisch.
Dann meinte Vinh, er müsse Medizin für seinen Kumpel besorgen. Also ab in die Apotheke. Dachte ich. Nix da. Es ging zu Dong y. PHAM XUAN TOAI, einem wohl sehr bekannten Kräuterheiler bzw. Medizinmann (so von der Visitenkarte abgepinnt). Dem schilderte Vinh das Leiden seines Kumpels und der mixte daraufhin irgendwelche Pülverchen in einem kleinen Tütchen zusammen und schrieb von Hand den Beipackzettel (1 DinA4-Seite). In dem kleinen Zimmerchen schwamm irgendein nicht zu identifizierender großer Fisch in einem Aquarium, ansonsten sah es wie folgt aus:
Soweit ich mitbekommen habe spricht der Medizinmann kein Englisch. Vinh hat mir trotzdem seine Visitenkarte gegeben. Für alle Fälle, wenn mal was sein sollte…
(für Großansicht auf das jeweilige Bild klicken)
Der Hoan Kiem Lake befindet sich hier:
HoanKiemLake.kmz (Datei für Google Earth)
Und hier, Moped fahren:
Ein kurzes Update:
Die Sitzplatzreservierung der DB ging schon mal schief. Somit hatte ich einen schönen Stehplatz auf dem Weg von Düsseldorf nach Frankfurt. Als der ICE in Ddorf losfuhr kam gleich die Meldung der Zug sei kaputt und müsse in Köln gewechselt werden. Irgendwann dann am Frankfurter Flughafen durch die diversen Checks vor meinem Gate angekommen stellte ich fest, dass der Nikotinpegel doch etwas niedrig war, also die 7,8km zu Fuß zurück, mit Rucksack und Anzugtasche (der Frankfurter Flughafen ist sehr gut – zu gut – beheizt), und dann ab in den Flieger. Lecker vn. Bierchen im Flieger und Ankunft in Hanoi vor ein paar Stunden. Den PickUp-Service mußte ich noch telefonisch aktivieren (so sorry), und nach einer herrlichen Fahrt, vorbei an auf der Autobahn herumlungernden Kühen, diversen Mopeds, einem Bus in Schieflage, etc, sitze ich jetzt doch tatsächlich in Hanoi in irgendeinem Hotel… Glücklicherweise ist es – noch – nicht so warm wie befürchtet. Auch die Luftfeuchtigkeit hält sich – noch – in Grenzen.
Mein erster Eindruck bzgl. des Straßenverkehrs: Das große Regulativ ist tatsächlich die Hupe. Es wird gehupt noch und nöcher – aber stressfreier.
* Ich überhole – Hup!
* Ich fahre vorbei – Hup!
* Ich fahre überhaupt – Hup!
Macht auf den ersten Eindruck einen chaotischen Eindruck – ich freu mich schon darauf mir die Tage einen Roller zu mieten und mich in das Getümmel zu stürzen.
Jetzt sitze ich gerade, frisch befrühstückt, in meinem Hotelzimmerchen. Irgendwas ist da bei der Reservierung auch schief gegangen. Egal. Das Zimmer befindet sich am Ende der Lobby, Fenster sehe ich jetzt auf den ersten Blick nicht, die Klimaanlage tut gute Dienste, und das W-LAN funzt auch. Zum Glück ist liegt das Zimmer nach hinten raus – die Huperei kommt hier fast nicht an. Jedoch hat es mit dem Bild von der Homepage keinerlei Ähnlichkeit.
Insgesamt läuft es alles super.
Gleich gehe ich mal die Umgebung erkunden und eine Wohnung suchen. Und dann versuche ich auch noch zu realisieren dass ich gerade wirklich in Vietnam bin. Irgendwie ist das alles nämlich ganz schön schnell gegangen.
Mehr in Kürze!
P.S.: Handy-Nummer ist unter Kontakt eingetragen!
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